Japan gedenkt 75. Jahrestag

Angesichts der Sorgen vor einem neuen atomaren Wettrüsten hat der Bürgermeister von Hiroshima zur nuklearen Abrüstung in der Welt aufgerufen.

Bei einer Gedenkzeremonie zum 75. Jahrestag des Abwurfs einer US-Atombombe auf die japanische Stadt rief Bürgermeister Kazumi Matsui die Welt am Donnerstag auf, sich gegen die Bedrohungen für die Menschheit zusammenzuschliessen. Um 8.15 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt, als der US-Bomber Enola Gay die erste im Krieg eingesetzte Atombombe über Hiroshima abgeworfen hatte, legten die Menschen eine Schweigeminute ein.

Insgesamt starben bis Ende 1945 schätzungsweise 140'000 Menschen in Hiroshima an den Folgen der Detonation. 

Youtube-Kanäle Chinas gelöscht

Der amerikanische Internet-Riese Google hat mehr als 2500 YouTube-Kanäle gelöscht, die in Verbindung mit China stehen.

Die Kanäle seien zwischen April und Juni "im Rahmen unserer laufenden Untersuchung über koordinierten Massnahmen zur Einflussnahme im Zusammenhang mit China" entfernt worden, um Falschinformation auf der Video-Sharing-Plattform zu verhindern, so das Unternehmen. Es habe sich vorwiegend um "Spam mit unpolitischen Inhalten" gehandelt, aber ein kleiner Teil habe sich auch mit Politik beschäftigt.

Die chinesische Botschaft in den USA reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

US-Wahlkampf: Trump will viertes Duell

Vor der US-Wahl wünscht sich Präsident Trump ein weiteres TV-Duell mit seinem designierten Herausforderer Joe Biden.

Das Wahlkampfteam des Republikaners erklärte am Mittwoch, die zusätzliche Debatte mit Biden sollte schon vor Beginn der ersten Möglichkeiten zur Abstimmung per Briefwahl am 4. September erfolgen. Bislang sind drei TV-Duelle vereinbart, das erste davon am 29. September. Weil wegen der Pandemie mit mehr Briefwählern zu rechnen sei, sollten die TV-Debatten vorgezogen werden, forderte Trumps Kampagne.

Bis zur letzten geplanten TV-Debatte am 22. Oktober könnten fast 50 Mio. Amerikaner in 34 Staaten schon abgestimmt haben, argumentiert Trumps Kampagne.

Trump klagt gegen Briefwahl-Gesetz

Das Wahlkampf-Team von US-Präsident Trump und seine Republikanische Partei verklagen den Bundesstaat Nevada wegen der Pläne zur Stimmabgabe per Brief bei der Präsidentenwahl am 3. November.

Die Klage vor einem Bundesgericht richtet sich gegen ein neues Gesetzes Nevadas, nach dem jeder registrierte Wähler einen Stimmzettel zugeschickt bekommen soll, den er ausgefüllt in die Post geben kann. Damit sei ein Wahlbetrug unvermeidlich. Trump nannte die Pläne Nevadas eine Katastrophe. Die US-Post sei nicht in der Lage, Millionen von verschickten Wahlzetteln zu bewältigen.

In vielen Staaten haben Wahlleiter wegen der Pandemie Wähler aufgefordert, ihre Stimme per Post abzugeben.

Neuer Siemens-Chef ab Februar

Der langjährige Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser wird den Stab mit Ablauf der Hauptversammlung im Februar an Roland Busch übergeben. Das entschied der Aufsichtsrat am Mittwoch. Allerdings wird Busch am 1. Oktober bereits die Verantwortung für die Geschäftsaktivitäten und das Geschäftsjahr 2021 übernehmen. 

Weitere Schiffe aktuell festgehalten

Italienische Behörden hatten das Rettungsschiff «Alan Kurdi» unter anderem mit der Begründung technischer Mängel am 5. Mai festgesetzt.

Später durfte das Schiff zur Wartung in den spanischen Hafen Burriana bei Valencia fahren. «Wir wollen möglichst im September wieder ablegen - und dafür soll die Grundsatzfrage geklärt sein», sagte ein Sea-Eye-Sprecher. Die Organisation argumentiert, dass der Küstenstaat Italien nicht über die Sicherheitsfragen entscheiden durfte, weil dies dem «Flaggenstaat» obliege. Das ist im Fall «Alan Kurdi» Deutschland.

Italiens Behörden halten auf Sizilien aktuell die beiden Rettungsschiffe «Ocean Viking» und «Sea-Watch 3» fest. 

Festsetzung von Rettungsschiff: Klage

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hat eine Klage gegen Italien wegen der Festsetzung des Schiffes «Alan Kurdi» bei einem Gericht in Sizilien auf den Weg gebracht.

Das bestätigte ein Sprecher der Organisation am Mittwoch. Die Klage solle als Eilantrag an das regionale Verwaltungsgericht in Palermo überstellt werden, hiess es. Sie richtet sich nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung gegen das Verkehrsministerium in Rom und das Hafenamt Palermos.

Die Seenotrettung von Bootsmigranten mit privaten Schiffen im Mittelmeer hatte schon mehrfach verschiedene Gerichte beschäftigt.

Schiff sinkt nach Detonationen

Nach der Explosion im Hafen von Beirut ist auch das Kreuzfahrtschiff «Orient Queen» gesunken.

Zwei Besatzungsmitglieder seien ums Leben gekommen, sieben weitere verletzt worden, erklärte die libanesische Kreuzfahrtgesellschaft Abou Merhi Cruises. Das 1989 fertiggestellte und rund 121 Meter lange Schiff fuhr unter der Flagge der Bahamas und hatte nach Angaben des Dienstes «Marine Traffic» Ende Juni in Beirut angelegt.

«Leider wurde das Schiff, das im Hafen von Beirut anlegte, vor dem Eindringen des Wassers schwer beschädigt. Alle Rettungsbemühungen waren erfolglos», zitiert die Nachrichtenagentur NNA den Eigner.