Studie lobt die Koalition in Berlin

Im Deutschlands Parlament und Regierung werde gute Arbeit geleistet, so die Bertelsmann-Stiftung.
reuters Im Deutschlands Parlament und Regierung werde gute Arbeit geleistet, so die Bertelsmann-Stiftung.

Die grosse Regierungskoalition in Deutschland ist Wissenschaftlern zufolge besser als ihr Ruf und setzt ihre Versprechen vergleichsweise zügig um.

Dies ist das Ergebnis einer Studie von Bertelsmann-Stiftung und Wissenschaftszentrum Berlin (WZB). In den ersten 15 Monaten ihrer Regierungsarbeit hätten Union und SPD bereits mehr als 60 Prozent ihrer insgesamt 296 im Koalitionsvertrag verankerten Versprechen eingelöst oder angepackt, heisst es. Die Studienautoren bezeichneten die Halbzeitbilanz als «rekordverdächtig».

Anklang bei Wählern findet die Regierung nicht: Nur 10 Prozent der Befragten sagten in einer Erhebung, dass die «GroKo» ihre Versprechen umsetzt.

Türkei stoppt Flüchtlingsboote

Hunderte Flüchtlinge will die Türkei am Wochenende gestoppt haben.
keystone/archiv Hunderte Flüchtlinge will die Türkei am Wochenende gestoppt haben.

Die türkische Küstenwache hat offenbar hunderte Migranten auf dem Weg nach Griechenland gestoppt.

Bei sieben Einsätzen seien am Wochenende insgesamt 330 Flüchtlinge aufgegriffen worden, berichtete Anadolu. Die Menschen, die unter anderem aus Afghanistan und Syrien stammten, hätten versucht, auf Booten die griechische Insel Lesbos zu erreichen.

Zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 waren täglich tausende Menschen von der türkischen Küste nach Lesbos und auf andere griechische Inseln übergesetzt. Seit dem Flüchtlingsabkommen zwischen Türkei und EU von 2016 ist die Zahl der Neuankömmlinge auf den Inseln deutlich zurückgegangen.

Japans Exporte schrumpfen erneut

Japans Exporte sind im Juli wegen der schwächeren Weltkonjunktur den achten Monat in Folge gesunken. Die Ausfuhren nahmen um 1,6 Prozent im Vergleichzum Vorjahreszeitraum ab, so das Finanzministerium. Nach China brachen die Exporte um 9,3 Prozent ein. Die Importe gingen im Juli um 1,2 Prozent zurück.

Tanklastfahrer stoppen Streik

Vorerst beenden Portugals Tanklastfahrer ihren Streik, der zu Kraftstoffengpässen in der Ferienzeit geführt hatte.

Da nun über all ihre Bedingungen verhandelt werde, hätten die Fahrer beschlossen, ihre Arbeit wieder aufzunehmen, sagte der Sprecher der Gewerkschaft für Gefahrgutfahrer am Sonntag. Für Dienstag sei dazu ein Treffen geplant, hiess es weiter. Er schloss nicht aus, dass es weitere Streiks geben werde, wenn der Arbeitgeberverband "eine kompromisslose Haltung" vertrete. Die Gewerkschaften fordern höhere Gehälter für die Fahrer.

Ihr Streik begann am 12. August. Das führte vielerorts zu Engpässen. Die Regierung rief den Energie-Notstand aus.

Unwetter beeinträchtigen Zugverkehr

Die Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt soll bis am Nachmittag lahmgelegt sein.
keystone Die Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt soll bis am Nachmittag lahmgelegt sein.

Wegen Unwettern mussten Zugreisende in Deutschland am Sonntag teils stundenlange Verzögerungen hinnehmen. Teilweise dauern Beeinträchtigungen noch an.

So traf ein ICE nach Amsterdam am Abend erst mit rund vier Stunden Verspätung am Bahnhof am Frankfurter Flughafen ein. Von dort könnten die Reisenden mit dem ICE weiter in Richtung Köln fahren und dort in Busse nach Amsterdam umsteigen, so ein Bahnsprecher. Ein anderer ICE wurde im bayerischen Aschaffenburg durch Schäden an Oberleitungen und Bäumen gestoppt. Letztlich bekamen Reisende Taxigutscheine.

Wegen eines Blitzeinschlags ist die Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim weiter gesperrt.

Hongkong-Demos: Trump warnt China

Angesichts der Massenproteste in Hongkong warnt US-Präsident Donald Trump China vor dem Einsatz von Gewalt.

Falls es zu Gewalt gegen die Demonstranten käme, wäre es «sehr schwierig», sich noch mit China auf ein Handelsabkommen zu verständigen, sagte Trump. Er habe aber das Vertrauen in Chinas Präsidenten Xi Jinping, die Krise auf menschliche Art zu lösen. «Es wäre für mich viel schwieriger, ein Abkommen zu unterzeichnen, wenn er in Hongkong Gewalt anwenden würde», sagte Trump mit Blick auf Xi.

Auf die Frage nach Unterstützung der USA für die Demonstranten in Hongkong wich Trump aus, betonte jedoch, er unterstütze Freiheit und Demokratie.

Medwedew holt 1. grossen Titel

Daniil Medwedew
Reuters Daniil Medwedew

Daniil Medwedew hat zum ersten Mal in seiner Karriere ein ATP-1000-Turnier gewonnen. Der 23-jährige Russe setzte sich im Final von Cincinnati mit 7:6 (7:3), 6:4 gegen David Goffin durch. 

Die Vorentscheidung fiel im Tiebreak eines hochstehenden Startsatzes. Dort zwang Medwedew seinen belgischen Widersacher mit zermürbenden Ballwechseln in die Knie. Im 2. Satz konnte Goffin nicht mehr reagieren.

Dank dem Triumph im US-Bundesstaat Ohio ist Medwedew neu die Weltnummer 5. Vor einer Woche war er im Montreal-Final noch Rafael Nadal unterlegen.

Unfall mit Tanklaster in Uganda: Tote

Beim Brand eines Tanklastwagens im Südwesten Ugandas sind offenbar mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen.«Der Lastzug ist umgekippt und hat zwei Minibus-Taxen unter sich begraben», so die Polizei. Der Tanklastzug habe sofort Feuer gefangen. Die genaue Zahl der Toten sei noch nicht bekannt.