Jura verhängt Ausnahmezustand

Die Regierung des Kantons Jura hat einen kantonalen Ausnahmezustand verhängt, um einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern.

Im Jura dürfen sich vom 2. bis mindestens am 15. November nur noch 5 Personen treffen, sei es im öffentlichen Raum oder privat. Restaurants und Bars werden während dieser zwei Wochen komplett geschlossen, wie die Kantonsregierung mitteilte.

Weil die Betten in den Spitälern im Jura knapp werden, habe der Kanton zudem die Unterstützung durch 50 Personen der Armee angefordert. Die kantonalen Spitäler hätten bereits erste Patienten aus dem Intensivpflegebereich nach Basel verlegen müssen.

Rio sagt Strassenkarneval ab

Erst die Verschiebung des weltberühmten Karnevals im Sambodrom, jetzt hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro wegen der Corona-Pandemie auch ihren Strassenkarneval abgesagt. Dies berichtete das Nachrichtenportal «G1».

Demnach einigten sich Vertreter der «Blocos» genannten Karnevalsgruppen, die sonst in den Strassen und auf Plätzen feiern, sowie die städtische Tourismusagentur Riotur und Experten für Gesundheit und öffentliche Sicherheit nach einer Online-Besprechung auf die Absage.

«Ohne Impfstoff ist ein traditioneller Karneval nicht möglich», zitierte die Nachrichtenagentur Agência Brasil Riotur-Präsident Fabrício Villa Flor.

Kreativer Protest in Thailand

In Thailand werden die Proteste gegen die Regierung und die Monarchie immer kreativer. Am Donnerstagabend organisierte die Demokratiebewegung eine satirische «Modenschau» im Zentrum von Bangkok, zeitgleich mit einem Defilee von Prinzessin Sirivannavari Nariratana, die in einem Hotel ihre Herbst-Winter-Kollektion vorstellte.

Die Tochter von König Maha Vajiralongkorn, der als reichster Monarch der Welt gilt, arbeitet seit Jahren als Modeschöpferin. Die Demonstranten prangern seit Monaten auch das ausschweifende Luxusleben der Royals an.

Die Aktivisten-Models präsentierten sich in teils wüsten Kostümen, etwa als Geister verkleidet.

Instrumente von US-Stars versteigert

Zahlreiche Instrumente von US-Stars sind bei einer Benefizauktion im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie versteigert worden. Teuerstes Stück sei eine 2018 hergestellte Gitarre von Taylor Swift gewesen, die 40'000 Dollar eingebracht habe, teilte das Auktionshaus Christie's in New York mit.

Eine Zither von Dolly Parton brachte 37'500 Dollar ein, nachdem das Musikinstrument mit vier Saiten rund 30 Jahre im Besitz der Country-Ikone gewesen war. Ein Akkordeon von Sängerin Sheryl Crow erlöste knapp 5000 Dollar.

Zudem wurden unter anderen Instrumente von Carrie Underwood, Reba McEntire, Tim McGraw und Keith Urban versteigert. Der Gesamterlös: knapp 140 000 Dollar.

Kinos kritisieren den Bundesrat

Die Schweizer Kinos kritisieren den Bund und verlangen finanzielle Entschädigungen.

Die neuen Corona-Massnahmen seien in Bezug auf die Kinosäle zwar gut gemeint, aber nicht gut gemacht, schreiben die Verbände "Pro Cinema", der Schweizerische Kino-Verband und die Filmdistribution Schweiz.

Kinos dürfen zwar offen bleiben, jedoch gilt auch für sie die 50-Personen-Obergrenze. Ein wirtschaftlicher Betrieb sei mit dieser Regelung nicht möglich, so die Verbände. Man hätte es bevorzugt, der Bundesrat hätte die Regelung mit den Schutzkonzepten beibehalten oder die Verantwortung für die Schliessung der Kinos übernommen.

Flixbus stellt Betrieb zeitweise ein

Der Fernreise-Anbieter Flixbus stellt seinen Betrieb in der Schweiz, Deutschland und in Österreich vorübergehend ein. Grund seien die neuen Corona-Kontaktbeschränkungen, teilte das deutsche Unternehmen mit.

Man fahre den Betrieb im November komplett runter, in der Hoffnung, an Weihnachten wieder Kunden fahren zu können.

Schon im Frühling hatte Flixbus angesichts der Corona-Auflagen vorübergehend keine Fahrten mehr angeboten. Im Sommer konnte Flixbus laut eigenen Angaben dann wieder etwa die Hälfte seines Netzes bedienen. Man folge sehr stark der Nachfrage, so das Unternehmen weiter.

Formel 1: Alfa Romeo hält am Fahrer-Duo fest

Das Formel-1-Team Alfa-Sauber setzt auf Kontinuität und auch in der Saison 2021 auf seine aktuelle Fahrer-Paarung. So werden nächstes Jahr zum schon 3. Mal in Folge im Cockpit Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi zum Zug kommen.

Diese festgelegte Hierarchie bedeutet gleichzeitig, dass Mick Schumacher (21) vorerst beim Hinwiler Rennstall nicht unterkommt. Der Sohn von Michael Schu- macher war zuletzt als heisser Kandidat bei Alfa-Sauber gehandelt worden.

Giovinazzi dagegen wird nochmals das Vertrauen geschenkt, obschon der    Italiener bislang selten überzeugte.

Weko stimmt zu: UPC darf Sunrise kaufen

In der Schweizer Telekombranche kommt es zum erwarteten Zusammenschluss: Die Wettbewerbskommission Weko erlaubt ohne Bedingungen, dass die UPC-Besitzerin Liberty Global Sunrise kauft.

Nach Abschluss des Kaufs werden Sunrise und die Kabelnetzbetreiberin UPC zusammengelegt. Gemeinsam wollen sie zu einem stärkeren Herausforderer für die Swisscom werden.

Ein Ziel der Fusion ist es auch, die jeweiligen Schwachstellen zu beseitigen. So erhält Sunrise mit dem Zusammenschluss ein eigenes Festnetz, während UPC nun ein Handynetz bekommt.