Moon & Stars: Zehntausende in Locarno

Das Festival Moon & Stars ist am Sonntag nach 13 Veranstaltungstagen zu Ende gegangen.

Rund 55'000 Musikfans besuchten die Konzerte auf der Piazza Grande. Zudem kamen laut einer Medienmitteilung der Veranstalter von der Nacht auf Montag dank der Food & Music Street insgesamt rund 120'000 Besucher an die Veranstaltung im Tessin. Das Festival war mit Anastacia sowie Nek, Max Pezzali und Francesco Renga eröffnet worden. Insgesamt gab es 57 Konzerte.

Gemäss dem Communiqué sind über Facebook und Instagram rund zwei Millionen Personen in den Sozialen Medien etwa mit Videos, Fotos, Konzertberichten und Künstlerinterviews erreicht worden.

Privatbesitz statt Kommunismus

Die neue kubanische Verfassung soll Privatbesitz legalisieren und unter anderem den Weg für die gleichgeschlechtliche Ehe frei machen.

Die Reform sieht auch vor, dass die Macht künftig zwischen Staatspräsident und Regierungschef aufgeteilt wird. Dafür wird das Amt eines Ministerpräsidenten wiedereingeführt. Das Ziel der Schaffung einer "kommunistischen Gesellschaft" wurde in der neuen Verfassung gestrichen. Die bisherige Verfassung stammte aus dem Jahr 1976.

Staatschef Miguel Díaz-Canel rief Bürgerinnen und Bürger zu einer "aktiven und bewussten" Beteiligung an der Verfassungsdebatte vor dem Referendum im November auf.

Kubas Parlament segnet Verfassung ab

Das kubanische Parlament hat am Sonntag die neue Verfassung abgesegnet.

Diese soll den sozialistischen Inselstaat weiter für die Marktwirtschaft öffnen und die Rechte seiner Bürger stärken. Die Abgeordneten stimmten in Havanna einstimmig für die 224 Artikel der neuen Verfassung. Staatschef Miguel Díaz-Canel sprach zum Abschluss der Parlamentssitzung von einer Reform, welche "die Einheit der Kubaner um die Revolution stärken" werde.

Vom 13. August, dem Geburtstag des verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro, bis zum 15. November soll der Verfassungstext nun vom Volk diskutiert und ihm anschliessend in einem Referendum zur Abstimmung vorgelegt werden.

Handelsstreit kann EU stärken

Der Zollstreit zwischen der Europäischen Union und den USA könnte nach Einschätzung der deutschen Regierung Europas Integration vorantreiben.

«Eine wahrscheinlich gar nicht angestrebte Folgewirkung der Politik des amerikanischen Präsidenten könnte ein unglaublich beschleunigter Integrationsprozess der Europäischen Union sein», sagte der deutsche Finanzminister Olaf Scholz beim Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankchefs in Buenos Aires. «Nur gemeinsam werden wir stark sein in der künftigen Welt.»

Am Mittwoch reisen EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zu Gesprächen nach Washington.

Milliardenübernahme: Atos kauft Syntel

In der Informationstechnik-Branche kommt es zu einer neuen Milliardenübernahme.

Der französische IT-Dienstleister Atos kauft für rund 3,6 Milliarden Dollar den US-Branchenpionier Syntel, wie beide Unternehmen in einer Erklärung mitteilten. Atos zahle 41 Dollar je Aktie für die 1980 gegründete IT-Firma - ein Aufschlag von fast fünf Prozent auf den Syntel-Schlusskurs vom Freitag. Wettbewerbsbehörden müssen noch zustimmen.

Zu den Atos-Geschäftsfeldern gehören Zahlungstransaktionen, Beratungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleistungen sowie Systemintegration. Atos beschäftigt rund 100'000 Mitarbeiter, Syntel 23'000.

US-Fleischberg wächst

In US-Kühlhäusern stapelt sich offenbar immer mehr nicht absetzbares Fleisch.

Dies sei eine Folge von einem grösser werdenden Angebot und einer sinkenden Nachfrage im Zuge des Handelsstreits, berichtet das Wirtschaftsblatt "Wall Street Journal" unter Berufung auf Experten. Demnach wird davon ausgegangen, dass neue Statistiken eine Rekordmenge von 1,04 Mrd. Kilo an Rind- und Schweinefleisch sowie Geflügel ausweisen werden. Diese Statistiken werden frühestens am Montag erwartet.

Mexiko und Brasilien gehören zu den grössten Importeuren von US-Fleisch. Beide Länder erhoben Sonderabgaben auf diese Produkte als Vergeltung für US-Sonderzölle, etwa auf Stahl.

Zwei Zahnradbahn-Wagen kollidiert

Bei der Zahnradbahn von Alpnachstad/OW am Pilatus sind am Sonntagnachmittag zwei Wagen zusammengestossen. Dabei wurde eine Person leicht verletzt, wie die Pilatus-Bahnen mitteilten. Der Betrieb wurde vorübergehend unterbrochen. Die Umstände des Unfalls werden abgeklärt, wie es weiter hiess.

Waldbrände in Schweden: Lage kritisch

Die Lage in den Waldbrandgebieten in Schweden bleibt kritisch. Aus dem Ausland treffen immer mehr Helfer mit schwerem Gerät ein.

Zurzeit würden rund 50 Brände bekämpft, ausser einem seien alle unter Kontrolle, teilten die Behörden mit. Die meisten Feuer lodern in einem Gebiet etwa 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Stockholm.

Aus Deutschland und Polen rückten gegen 200 Feuerwehrleute an. Sie haben Löschfahrzeuge, die grosse Mengen Wasser an die Einsatzstellen bringen können. Solche fehlen Schweden. Zusätzlich sind Löschflugzeuge aus Italien und Portugal im Einsatz.